Folgender Gedankengang:
Die New York Times war den anderen großen Zeitungen schon immer etwas vorraus was Web-Affinität betrifft. Nun bietet sie eine Vielfalt von
NY Times Podcasts an. Dies hat mich mal wieder dazu gebracht, über Informationsüberfluß nachzudenken.
Ich habe mir vor ein paar Jahren schon einmal überlegt, wie großartig es wäre, jemanden einzustellen, der für einen Zeitungen und Zeitschriften liest. Nun hat sich ja die Informationswelt (und hoffentlich auch meine geistige Reife) etwas weiterentwickelt: Syndikation, Podcasts, Blogs, RSS (von Printmedien und Fernsehen mal ganz zu schweigen) – everything at my fingertips, und, offengestanden, in meinem Streben nach holistischem Informieren bin ich immer mehr überfordert. Wieviel Podcasts kann ich auf einmal hören, um dabei gleichzeitig RSS feeds und Zeitung zu lesen, während ich auf dem Weg ins Büro bin?
Also zurück zu meiner Idee, dass jemand für mich Zeitung liest. Ich habe mir heute morgen unter der Dusche ein paar Gedanken gemacht und ich denke es öffnet sich ein Datamining und -researching Feld, dass sich durch
Menschlichkeit auszeichnet.
Will heißen: Human research für Endkunden und B2B.
Google Answers ist ein Service von Google, wo Otto-Normalverbraucher ihre Fragen stellen können und designierte Google-Researcher (Menschen, nicht Algorithmen) recherchieren die Antwort – dabei wird der Preis vom Kunden vorgeschlagen. Spinnt man mal die Idee etwas weiter, stelle ich mir eine Dienstleistung vor, wo jemand sagt "Ich würde gerne alles über Konzeptautos mit alternativen Antrieben wissen. Unser Hauptinteresse liegt dabei bei Sportwagen für die neue Mittelklasse in China." Das hieße dann, dass wir alle Register ziehen, unseren eigenen Research machen, wissen, das wir schon haben, vereinigen, Spezialisten an Bord holen und mit Hilfe von Swarm-Intelligence ein mehr oder weniger detailliertes Bild zusammenstellen.
Nun ist das prinzipiell nichts Neues – jede Firma betreibt Research, manchmal spezifisch projektorientiert, manchmal generell 'auf Vorrat' (siehe Minx). Etwas neuer ist allerdings meines Wissens nach die Idee, dass eine aussenstehende Instanz das für einen macht. Ziel wäre nicht, Minx zu ersetzen, sondern im kleinen bis mittleren Kontext, Common Sense und konkrete Informationen auf Projektbasis anzubieten, die eine Zeit- und Kostenersparnis für den Kunden darstellen.
Wie immer von mir nicht zuende gedacht. Any thoughts?
fherrmann - 1. Mrz, 16:40