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international diskurs

Montag, 1. Mai 2006

Bild = Sun?

Also, hier ist ein ganz guter Artikel, der die Praktiken und die Moral der BILD Zeitung aufs schärfste verurteilt, irgendwie ja auch zu Recht. Ist die SUN genauso schlimm?

Freitag, 17. März 2006

Anitsocial Software

Super: Putting an end to the social-net hype: Isolar.com. Via Spreeblick und FAQ sind witzig.

Exkurs:
Ich glaube wirklich, dass es immer schwieriger wird, wenn man einmal in das Socialnet eingestiegen ist: Ich meine ich halte mich ja da komplett raus, frei nach dem Motto: Wen ich nicht privat kenne mit dem kommuniziere ich auch nicht intermedial, allerdings scheinen wir ohne sog. "Netzbekanntschaften" (jedenfalls als heavy user) langsam in die Unterzahl zu geraten, was mich zu ersten Überlegungen anregt, wer denn wohl diese ganzen socialnet-Leute sind:
Meine Meinung - sozial verarmte, blasse, kaufschwache, ideenlose, antriebslose Seelenverkäufer. hm? Deine Meinung?
Im Rahmen dessen überlege ich mir auch ernsthaft voicesfrom mit Passwort zu schützen (I don't want 'em in my life - go live your own-mäßig), ist ja sowieso nur als "kontakthalten-gadget" für Freunde gedacht...

Donnerstag, 2. März 2006

Interview with David Gensler

Mash Culture, hm. David Gensler hat die mehr oder weniger mit seiner Firma The KDU lanciert. Hier ein Interview mit ihm, allerdings schon aus 07/05. Trotzdem spannend. Mash Culture ist ein Begriff, der sich um die Vermarktungsmöglichkeiten der Jugendkultur kümmert, auf die Frage, was denn so besonders an den erfolgreicht Mash Marken ist, die doch ein wenig verblüffende Antwort:

Brands that thrive in this market segment tend to be radically different on a number of levels. They tend to place "design" high on their list of priorities. Whether it is in their packaging or campaigns or products - design is king.
These brands also tend to avoid convention like the plague. They understand what to do and act on instinct. They move fast and fluid, not stopping to test the market's response, rather, they believe in themselves and it shows.
These brands are adopted by Mash Consumers, who actively and aggressively consume, promote and even alter the brands. This happens organically and can't be bought or manufactured.


Also: Design ist König (nächstes Indiz, diesmal aber von einem "Marketingguru" und keinem Designer (Pluspunkt!) und natürliche Generation C! Desweiteren kling im zweiten Paragraph pop-up Retail an, was im neusten Trendwatchingnewsletter unter dem Titel "Brand Places" zentrales Thema ist.

Später wird nochmal nach der Größe dieser Generation C gefragt, spannend dass er dann eher so mit dem Guttfeel antwortet, weiß man halt... Auch wenn ich jetzt schon soviel vorweggenommen habe, SEHR LESENSWERT.

Mittwoch, 1. März 2006

More input

Mehr zum Thema design vs innovation etc.

Michael Bierut – The Persistence of the Exotic Menial
Whipsawed between the roles of unchallengably exotic stylemeister and incomprehensibly non-menial solver-of-all-problems, what's a designer to do?
Talking with Virginia Postrel
Designers say 'We solve problems' and 'We can do strategy,' and they forget that everyone else is also solving problems and contributing to strategy. The question is what problems can you uniquely solve?

Research Inc.

Folgender Gedankengang:

Die New York Times war den anderen großen Zeitungen schon immer etwas vorraus was Web-Affinität betrifft. Nun bietet sie eine Vielfalt von NY Times Podcasts an. Dies hat mich mal wieder dazu gebracht, über Informationsüberfluß nachzudenken.

Ich habe mir vor ein paar Jahren schon einmal überlegt, wie großartig es wäre, jemanden einzustellen, der für einen Zeitungen und Zeitschriften liest. Nun hat sich ja die Informationswelt (und hoffentlich auch meine geistige Reife) etwas weiterentwickelt: Syndikation, Podcasts, Blogs, RSS (von Printmedien und Fernsehen mal ganz zu schweigen) – everything at my fingertips, und, offengestanden, in meinem Streben nach holistischem Informieren bin ich immer mehr überfordert. Wieviel Podcasts kann ich auf einmal hören, um dabei gleichzeitig RSS feeds und Zeitung zu lesen, während ich auf dem Weg ins Büro bin?

Also zurück zu meiner Idee, dass jemand für mich Zeitung liest. Ich habe mir heute morgen unter der Dusche ein paar Gedanken gemacht und ich denke es öffnet sich ein Datamining und -researching Feld, dass sich durch Menschlichkeit auszeichnet.

Will heißen: Human research für Endkunden und B2B. Google Answers ist ein Service von Google, wo Otto-Normalverbraucher ihre Fragen stellen können und designierte Google-Researcher (Menschen, nicht Algorithmen) recherchieren die Antwort – dabei wird der Preis vom Kunden vorgeschlagen. Spinnt man mal die Idee etwas weiter, stelle ich mir eine Dienstleistung vor, wo jemand sagt "Ich würde gerne alles über Konzeptautos mit alternativen Antrieben wissen. Unser Hauptinteresse liegt dabei bei Sportwagen für die neue Mittelklasse in China." Das hieße dann, dass wir alle Register ziehen, unseren eigenen Research machen, wissen, das wir schon haben, vereinigen, Spezialisten an Bord holen und mit Hilfe von Swarm-Intelligence ein mehr oder weniger detailliertes Bild zusammenstellen.

Nun ist das prinzipiell nichts Neues – jede Firma betreibt Research, manchmal spezifisch projektorientiert, manchmal generell 'auf Vorrat' (siehe Minx). Etwas neuer ist allerdings meines Wissens nach die Idee, dass eine aussenstehende Instanz das für einen macht. Ziel wäre nicht, Minx zu ersetzen, sondern im kleinen bis mittleren Kontext, Common Sense und konkrete Informationen auf Projektbasis anzubieten, die eine Zeit- und Kostenersparnis für den Kunden darstellen.

Wie immer von mir nicht zuende gedacht. Any thoughts?

Freitag, 24. Februar 2006

Amateurism

Ich war gestern auf einer Veranstaltung von IDEO, bei der es um 'Amateurism' ging. Gemeint ist hiermit, wie Leute 'Hobbies' mit Hingabe verfolgen. Einer der Sprecher war Paul Miller, der 2004 zusammen mit Charlie Leadbeater ein Pamphlet/Buch mit dem Titel The Pro-Am Revolution – How enthusiasts are changing our economy and society geschrieben hat, welches man sich auch umsonst runterladen kann.
From astronomy to activism, from surfing to saving lives, Pro-Ams – people pursuing amateur activities to professional standards – are an increasingly important part of our society and economy.
Lesenswert und sehr interessant im Kontext von Generation C.

Mittwoch, 22. Februar 2006

Lego Swarm Intelligence

Geil! Speaking of swarm intelligence. Leute konzipieren für Lau für Lego. Große Marketingaktion und super das es sowas noch gibt.

Mittwoch, 15. Februar 2006

You are TV

Siehste: Weitere Beweisführung, dafür, dass deine Idee am Themsenufer vor der National Film Academy doch richtiger ist, als meine Gegenthese: Viewer Created Content via C-Scout.

Mittwoch, 1. Februar 2006

Massive Change

Mehr in diesem Zusammenhang:

Zieht man mal die wirtschaftlichen Gesichtspunkte ab, bleibt ein äußerst seltsamer Kern, den ich noch nicht ganz entschlüsselt habe. Interconnectivity, or the idea that all systems and mindsets are inextricably linked and we should aspire to make them harmonious. Oder: It's not about the world of design, it's about the design of the world.

Der kanadische Designer Bruce Mau hat was losgetreten, das er Massive Change nennt. Da geht es – ganz grob erklärt – um das globale, interdisziplinäre Zusammenführen von Skills, um mit Design große weitlaufende Probleme zu lösen. Sarkastisch gesagt: Durch Design finden wir einen Weg, daß in Afrika keine Kinder mehr an Hunger sterben müssen. Zitat des englischen Historikers aus der Einführung des Buches Massive Change:
The twentieth century will be chiefly remembered by future generations not as an era of political conflicts or technical inventions, but as an age in which human society dared to think of the welfare of the whole human race as a practical objective.
Noch einmal: Vielleicht ist es ja bloß alles heiße Luft. Ein Sich-auf-die-geschwellte-Brust-Schlagen von Designern. Die Entwicklung auf politischer Ebene spricht dagegen.

Go Creative!

Das ist jetzt eigentlich kein neuer Eintrag, sondern eine Fortführung des letzten, aber falls dieser Business Week Artikel übersehen worden ist, empfehle ich ihn hiermit. In addition: Das Innovation & Design Portal der Business Week.

Jump the innovation bandwagon!

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Zuletzt aktualisiert: 2. Feb, 11:19

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