Drop City
T.C. Boyle war ja eigentlich immer ein go-to Autor (wenigstens für Robert und mich), aber irgendwie ist Drop City kein Highlight. Es geht natürlich mal wieder um Boyles geliebtes Kommunenleben, das letztendlich nie an der Utopie, sondern an der persönlichen Unzulänglichkeit der Utopisten scheitert. Da das aber ab der ersten Seite vorauszusehen ist, bringt die Geschichte nichts Spannendes. Sprachlich ist Boyle natürlich ein Großmeister des Hippie-talks und beschreibt seine Charaktere mit der Tiefe, die es braucht um vom Untergang am Ende emotional mitgerissen zu werden. Tiefenpsychologische Kommunenstudien sind aber nun seit Thoreaus Walden und Skinners Walden Two schon bestmöglich besprochen und Boyle kann da keine neuen Aspekte hinzufügen. Schade und raus aus International Literatur.
lude - 15. Dez, 12:49








